Twinkly – smarte Weihnachtsbeleuchtung im Test

Was kann die smarte Lichterkette?

Twinkly bietet eine ganze reihe von smarter Beleuchtung an. In diesem Bericht werde ich mich auf die Lichterkette (“strings”) beziehen. Und hier im speziellen auf die RGBW Variante der Special Edition. Die Lichterkette ist mittlerweile in der 2. Generation verfügbar.  Dabei unterscheidet Twinkly in 3 Editionen:

Die Lichterkette gibt es in mehreren Größen. Von 250 bis 600 LEDs (Multicolor-Edition), 250 und 400 LEDs (Gold Edition & Special Edition). Aber was macht nun eine smarte Weihnachtsbeleuchtung aus? Natürlich lässt sich das ganze via App bedienen. Dabei lässt sie sich nicht einfach nur an- und ausschalten oder dimmen. Das besondere an Twinkly? Nach der Installation am Baum, können die LEDs via 2D oder 3D kartografiert werden. Das bedeutet, dass die App die genaue Position jeder einzelnen LED kennt. So kann entsprechend auch jede einzelne LED manuell oder auch automatisch, in Form von Szenen, angesteuert werden. 

 

Mein Aufbau am Apfelbaum

Da die smarte Beleuchtung IP44 besitzt, kann man sie sowohl Indoor als auch Outdoor einsetzen. Klassischerweise, ist sie wohl für den Weihnachtsbaum konzipiert. Da man sie fortlaufend um den Baum wickeln soll, kann so entsprechend auch die beste Wirkung erzielt werden.

Ich benötige aber keine buntleuchtenden Weihnachtsbaum in meinem Wohnzimmer. Stattdessen, wollten wir unseren Apfelbaum dieses Jahr beleuchten. Meine Hoffnung, dass auch hier die gleiche oder zumindest ähnliche Wirkung erzielt werden kann. Was die Installation am Baum wesentlich vereinfacht hat, ist der Punkt, dass die 400 LEDs nicht an einer kompletten Kette hängen. Die LEDs sind in 2 Stränge a 200LEDs und 16m Kabellänge verteilt. Die Qualität macht einen guten Eindruck, so das man sich nicht wie bei anderen Produkten, Sorgen machen muss, dass die Kette nur einen Winter übersteht.

Lichterkette in der App einbinden

Nach ca. 1 Stunde und etlichen abgebrochenen Zweigen, war die Lichterkette endlich am Baum. Die App im PlayStore (einfach “Twinkly” eingeben) ist ebenfalls schnell gefunden und installiert.  Leider ist eine Anmeldung erforderlich. Ich habe mich via Facebook angemeldet. Ist doch toll, wenn Facebook jetzt weiß, dass ich eine smarte Lichterkette habe 😉

Die Lichterkette muss nun via Bluetooth mit der App verbunden werden. Als nächster Punkt, ist die Einrichtung mit einem WLAN erforderlich. Hier hat Twinkly echt mitgedacht. Du hast nämlich 2 Möglichkeiten.

1. Möglichkeit: Du verwendest dein Heimnetz. Dann kannst du alles problemlos via App in deinem WLAN bedienen. 

2. Möglichkeit: Vielleicht hast du das gleiche Problem wie ich und an der Stelle wo die Lichterkette ist, kein WLAN. Dann erstellt die Lichterkette ihr eigenes WLAN (über den Controller). Nachteil: Immer wenn du an der Beleuchtung etwas verändern willst, musst du dich mit deinem Handy erst in das WLAN der Lichterkette anmelden.

Jede LED hat ihre eigene Position

Wenn du die Lichterkette mit der App verbunden hast, solltest du nun die LEDs kartieren. Dadurch erkennt die App die genaue Position jeder einzelne LED. Nur so können die Effekte auch ihre volle Wirkung liefern. Du hast die Möglichkeit via 2D oder 3D zu kartieren. Bei 2D stellst du dich einfach auch die Hauptblickrichtung und lässt die LED kartieren. Dazu startet die App ein bestimmtes Programm, welches die LED gezielt ansteuert. Du solltest dabei die Kamera ruhig halten und es sollte nicht zu hell/dunkel sein. Bei der 3D Variante machst du das ganze aus mehreren Perspektiven, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.

Nach meinem ersten kartieren war ich ziemlich enttäuscht. Da ich es draußen gemacht habe und es taghell war (schließlich darf es gem. Anleitung nicht zu dunkel sein), war das Resultat entsprechend schlecht. Effekte waren da, aber nicht die erhofften. Erst als es richtig dunkel draußen war, war das Resultat und meine Laune wieder gut. Nun tauchte auch eine Animation des Baumes auf und die Effekte sahen gleich viel besser aus. Du solltest also wirklich, gerade wenn deine Lichterkette outdoor im Einsatz ist, auf gute Bedingungen zum kartieren achten.

Lichteffekte und Bedienung

Die Bedienung der Lichteffekte ist wirklich einfach. Du kannst per App jeder LED einzeln ihre Farbe, Helligkeit und ob sie Funkeln soll, zuweisen (manuell). Deine manuellen Effekte kannst du speichern und dann in der Gallery abrufen.

Was du aber vermutlich mehr nutzen wirst, sind die auswählbaren automatischen Effekte in der Gallery (App). Diese finde ich sehr umfangreich. In der Gallery kannst du auch deine Lieblingseffekte als Favoriten speichern. Falls du noch weitere Effekte wünscht, kannst du über den “Effects Store” weitere Animationen herunterladen. Zu meiner Überraschung ist die Auswahl sehr groß und vor allem kostenfrei (Stand 12/2020).

Wenn du auf Abwechselung stehst, kannst die unter Einstellungen “Effekt Karussell” aktivieren. Dann wechseln sich die Effekte ab. Oder du erstellst dir eine Playlist mit deinen Lieblings-Animationen. Natürlich kannst du bei allen Animationen auch die Helligkeit (0-100%) regulieren.

Effekt-Gallery
Effekt-Store zum Download
manueller Einstell-Modus

Sprachsteuerung

Gemäß Hersteller, ist eine Steuerung via Alexa und Google Assistent möglich. Da ich bei mir im Haus Alexa nutze, habe ich hier die Integration getestet. Die Sprachsteuerung funktioniert tadellos. Über den Skill von Twinkly kannst du die Lichterkette an/aus schalten, die Helligkeit in % angeben und die Farbe einstellen. Das schöne, der eingestellte Effekt bleibt erhalten. Es ändert sich lediglich die Farbe. Bei Google soll der Funktionsumfang gleich sein.

Automatisierung & Smarthome

Nun hat man ja schließlich eine SMARTE Lichterkette. Da wäre es doch schön, würde es eine API oder andere Möglichkeit geben, die Weihnachtsbeleuchtung in sein Smarthome zu integrieren. Es soll wohl ein Skript für die Basisfunktionen innerhalb des IO Brokers geben. Dies konnte ich leider nicht testen. Weitere Möglichkeiten sind mir nicht bekannt. Nun kannst du sagen, wer sowas will, hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren und nutzt einfach den TIMER in der App. Hier kannst du Start- und Endzeit eintragen. Leider ist nur ein Zeitraum möglich. Ein erneutes aktivieren z.B. am Morgen, ist so nicht möglich. Das finde ich sehr schade.

Oder du nutzt eine smarte Steckdose bzw. Zwischenstecker, der in dein Smarthome integriert ist. Die letzte Einstellung speichert sich nämlich die “smarte” Lichterkette. So kannst du doch noch gewisse Automationen via Smarthome programmieren.

Zubehör

Wenn du die Lichterkette passend zu deiner Musikanlage bedienen möchtest, bietet Twinkly dir mit “Twinkly Musik” das passende Zubehör. Das Gerät ähnelt einen USB-Stick und wird in der Nähe eines Lautsprechers platziert. Für die Stromversorgung ist dabei ein USB-Anschluss notwendig. Nun synchronisiert sich die Beleuchtung mit deiner Musik. Ich konnte “Twinkly Musik” nicht testen.

Preis & Fazit

Der Preis (Bei mir in der Vorweihnachtszeit ca. 190€) ist für eine Lichterkette natürlich schon recht Stolz. Nach dem ersten Versuch (tagsüber) mit dem Kartieren der LEDs, war ich erst sehr enttäuscht. Für solch eine Lichterkette mit “Standard”-Animationen, hätte ich sicher nicht so viel Geld bezahlen wollen. Als das Kartieren dann aber bei Dunkelheit viel besser geklappt hat und man nun viel besser die Effekte sehen konnte, habe ich meine Meinung komplett geändert. Sicherlich ist ein buntleuchtender Weihnachtsbaum nicht jedermanns Geschmack. Sucht man aber etwas besonderes, was nicht jeder Nachbar hat, und mag die wirklich schönen Effekte, dann ist die Lichterkette von Twinkly das Richtige. Twinkly bietet gute Qualität und eine sehr umfangreiche Effektgallery. Ich habe die Anschaffung bisher nicht bereut.

Solltest du ebenfalls Interesse an der Beleuchtung von Twinkly haben, würde ich mich freuen, wenn du über einen unserer Links deinen Einkauf tätigst. Du musst dadurch nicht mehr zahlen. Wir bekommen dann aber eine kleine Provision.

Testbericht auf Youtube

Alternativen

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